Die Krippe, wie wir sie heute kennen, ist nicht auf einmal entstanden, sondern hat sich über viele Jahrhunderte entwickelt. Das Bedürfnis des Menschen, die Geburt Jesu Christi wieder zu erleben und in der Gegenwart darzustellen, hat dazu geführt, dass immer mehr Einzelheiten über die Ereignisse der Geburt des Jesuskindes entstanden sind. Als das Christentum in der westlichen Bevölkerung Einzug hielt, nahm die Krippe eine immer wichtigere Rolle im Leben der Menschen ein.
Überall auf der Welt, aber besonders dort, wo das Christentum gefeiert wird, haben Kirchen und Familien die Gewohnheit, die Krippe in der Vorweihnachtszeit aufzubauen. Die Krippe stellt das neugeborenen Christkind in einer Futterkrippe in einem Stall Bethlehems dar, flankiert von Maria und Josef, den Hirten, dem Ochsen und dem Esel. Am 6. Januar wird die Krippe mit den drei Königen erweitert, welche Gold, Myrrhe und Weihrauch mitbringen.

Die ersten schriftlichen Berichte über die Geburt des Jesuskindes stammen aus den Evangelien nach Lukas und Matthäus.
Im 4. Jahrhundert wurden in einigen römischen Katakomben die ersten Gemälde über die Geburt Jesu Christi gefunden. Trotzdem kann man nicht genau sagen, wie weit die Herkunft der Krippe zurückgeht, da sie das Ergebnis eines sehr langen Prozesses ist.
Es scheint jedoch sicher zu sein, dass bereits in den ersten Jahrhunderten nach Christus, in den christlichen Kirchen am Weihnachtstag, Darstellungen der Geburt Jesu zu bewundern waren, die ab dem 10. Jahrhundert immer populärer wurden und sich dann über ganz Europa ausbreiteten.

Der heilige Franziskus von Assisi wird oft als „Vater der Krippe“ angesehen, da er im Jahr 1223 eine Krippe aufstellte, so wie wir sie heute kennen. Nachdem er die Erlaubnis des Papstes eingeholt hatte, verließ er das Kloster von Greccio, um in einer Höhle eines nah gelegenen Waldes eine Krippe mit echten Ochsen und Esel zu verwirklichen. Zu diesem Zeitpunkt fehlte jedoch noch die Heilige Familie. In Anwesenheit vieler Menschen hielt er dann seine Weihnachtspredigt und machte damit der Bevölkerung die Weihnachtsgeschichte verständlicher.
Eine der ältesten Krippen befindet sich in der Sixtinischen Kapelle der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom. Die in 1289 von Arnolfo di Cambio angefertigte Krippe hat die Form eines kleinen Hauses. Hier wird die Anbetung der drei Heiligen Drei Könige dargestellt.
Die Blütezeit der Krippe war das Zeitalter des Barocks. Die frühesten Zeitdokumente von Kirchenkrippen kommen aus dem Süden Deutschlands, wo die Jesuiten nach der Reformationszeit die Krippe als Gegenstand der Andacht und des Gebetes erkannten. Es waren die Jesuiten, die wunderschöne Krippen bauten, die in vielen Kirchen Europaweit aufgestellt wurden. Schließlich wollte jede Gemeinde eine eigene.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kam das Zeitalter der Aufklärung. Das Verbot von Krippen wurde in vielen Ländern und Städten eingeführt und die Krippen mussten aus den Kirchen entfernt werden. Dadurch wurde das Interesse an den Krippen jedoch immer größer. Besonders in den Bauernhäusern wuchs die Leidenschaft für die Krippenkunst so sehr, dass viele Leute sie selber schnitzten. Bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden rustikale Krippen mit Berglandschaften bevorzugt. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewann die orientalische Krippe jedoch an Ansehen.

Heute ist die Leidenschaft für Krippen stärker denn je. An vielen öffentlichen und privaten Orten sowie in den meisten Familienhäusern scheint die Weihnachtskrippe unverzichtbar zu sein. Dank der vielen Arten von möglichen Darstellungen, wie beispielsweise rustikale, moderne, klassische und orientalische Krippen, können Sie die Krippenfiguren wählen, die am besten zu dem Stil und Platz in Ihrem Haus sowie dem Geschmack der ganzen Familie passen.

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